„Mir reicht’s…nicht“ – Mayday goes Berlinale


Nicht mehr ganz zwei Wochen. Vor und im Berlinale Hauptquartier in der Potsdamer Str.5 rotieren die MitarbeiterInnen, PraktikantInnen und alle Zu- und Belieferer der Berlinale. Stress ist in diesen Tagen der Normalzustand. Genau der richtige Zeitpunkt, um die letzten Interviews mit den Beschäftigten zu führen. Warum arbeiten sie für die Berlinale? Welches Versprechen lässt sie 80 Stunden pro Woche schuften? Was sind ihre Wünsche, Ängste und Bedürfnisse?= Und welche Strategien haben sie entwickelt, in prekärer Lage über die Runden zu kommen?

Die prekäre Wirklichkeit hinter dem roten Vorhang soll zum Thema auf der Berlinale werden. Das ist das erklärte Ziel der „Mir reicht’s … nicht!“ Kampagne. Denn selten liegen Prekarität und Glamour so dicht beieinander wie in der Filmbranche. Arm aber sexy eben.

Ist Armut der Preis für Glamour? AktivistInnen von (Euro)Mayday Hamburg und Berlin haben in den letzten Wochen zahlreiche Interviews mit Berlinale-Beschäftigten, PraktikantInnen, KartenabreißerInnen und prekären KulturproduzentInnen geführt. Die Ergebnisse werden zum Auftakt auf der „Mir reicht’s … nicht!“ – Gala der prekärem Perspektive am 9. Februar ab 20 Uhr im Roten Salon in der Volksbühne/Berlin präsentiert. Die Gala soll kein Ort werden, auf dem wir erzählen was zu tun ist. Im Gegenteil: Ihr seid gefragt, Eure Strategien des Überlebens im täglichen Wahnsinn zur allgemeinen Verfügung zu stellen. Precarity Bites. Mit diesen Puzzleteilen werden wir im Laufe des Abends hoffentlich einen Schritt weiter kommen bei der Suche nach kollektiven Handlungsmöglichkeiten in prekären Verhältnissen. Welche Mittel finden wir, um unser Anliegen auf der Berlinale unübersehbar zu machen?

09.02.08 Gala der prekären Perspektiven 20:00Uhr Roter Salon (Volksbühne/Berlin)

15.02.08 „Mir reicht’s…nicht!“ – *Party gegen den prekären Alltag* 22:00Uhr Festsaal Kreuzberg Party zum Anlass unseres Triumphes. Was genau es zu feiern gibt und zu welcher Musik erfahrt Ihr in Kürze hier.