Springer enteignen!

Enteignet SpringerHeute vor 40 Jahren wurde Rudi Dutschke in Berlin auf offener Straße mit den Worten „Du dreckiges Kommunistenschwein“ niedergeschossen. Mitgeschossen hatte – so die Meinung der vielen empörten Menschen, die abends zur Springerzentrale zogen – auch die BILD-Zeitung, deren Schlagzeile an diesem Tag „Rudi Dutschke – Staatsfeind Nr. 1″ lautete. Die Grundlinie der Springer-Medien hat sich seit dieser Zeit kaum geändert, wie ein Blick in die heutige Ausgabe der „Welt“ zeigt. Springers dauerdefizitäres Renommierblatt meldet pünktlich zum Jahrestag des Dutschke-Attentats „Linke Gewalt nimmt dramatisch zu“.

Unter Bezugnahme auf die Ereignisse 1968 zogen heute Vormittag anderthalb Dutzend DemonstrantInnen vor das Springer-Hochhaus. Sie hatten sich wie 68er dekoriert, ein „Enteignet Springer!“-Transparent und die obligatorische rote Fahne dabei. Sogar eine Mao-Bibel schaute historisch korrekt aus einer Brusttasche. Doch das kleine Spektakel war kein Historienspiel: Die AktivistInnen des Berliner Mayday-Bündnisses wollten auf den Umgang der Springer-AG mit der PIN-Group hinweisen und zeigen, dass Berlin nicht unbedingt BILD liebt – auch wenn dies umgekehrt von dem Boulevard-Blatt behauptet wird.

Mit der Aktion sollte auch auf die Mayday-Parade hingewiesen werden, die in diesem Jahr von Friedrichshain nach Kreuzberg führt und unter dem Motto „be.STREIK.berlin – Organisiert das schöne Leben“ steht.

Einen Bericht dazu findet ihr auch bei der Jungen Welt, in der taz und bei indymedia. Ein kurzes Video könnt ihr euch hier ansehen.


1 Antwort auf „Springer enteignen!“


  1. 1 Krisendemo wird im Vorfeld kriminalisiert! Wir kommen trotzdem! « Analyse, Kritik & Aktion Pingback am 28. März 2009 um 7:57 Uhr
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