Prekäres Babylon während der Berlinale – Mayday unterstützte Kunbgebung

Am letzten Freitag, den 13.02.09, beteiligte sich das Mayday-Bündnis an der Kundgebung der Beschäftigten des Kino Babylon in Berlin Mitte von 18:30Uhr bis 20Uhr. Anlässlich einer Preisverleihung für die Berlinale wollten die Beschäftigten, die hauptsächlich bei der Gewerkschaft FAU organisiert sind, auf ihre miserablen Arbeitssituationen aufmerksam machen und protestierten vor ihrem Kino. Hintergrund ist, dass KartenabreißerInnen 5,50€/h verdienen und dies zuwenig ist um zu überleben. Noch gravierender ist es bei den FilmvorführerInnen, die 6,50€/h bekommen, schwere Filmrollen schleppen und bis zu drei Kinosäale gleichzeitig betreuen müssen. So wird der Job zu Belastung und Qual, so ein Redner auf der Kundgebung.

Hinzukommt eine flexible Arbeitseinteilung und -zuteilung, sodass die eigene Tagesplaung teilweise spontan über Board geworfen werden muss. Dies macht gerade den StudentInnen zu schaffen, die neben ihrem Studium hier arbeiten, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Ausgesucht wurde der Zeitpunkt der Berlinale, da gerade hier prekäre Beschäftigungsverhältnisse und PraktikantInnen, das Filmfestival für wenig Geld mit organisieren. Getreu dem Motto: „Wenn der Vorhang fällt, sieh hinter die Kulissen“ (Freundeskreis) organisierte das Mayday Bündnis Berlin und die Gruppe FelS (Für eine linke Strömung) schon letztes Jahr zur Berlinale eine „Gala der prekären Perspektiven“ um auf die Arbeitsbedingungen auf der Berlinale hinzuweisen.

Weitere Infos unter:
http://prekba.blogsport.de/
http://de.indymedia.org/2009/02/242103.shtml
http://maydayberlin.blogsport.de/2008/07/16/prekaeres-babylon/