Archiv für März 2009

Mobilisierungsvideo zur Demo am 28.03. – „Wir zahlen nicht für eure Krise“

Absofort gibt es ein Mobilisierungsvideo zur Demo am 28.03. „Wir zahlen nicht für eure Krise“. Dies könnt ihr euch auch in HD-Qualität anschauen. Dazu müsst ihr lediglich auf den Button klicken, benötigt aber auch eine schneller Internet-Verbindung.

Mit dem Mayday auf zum antikapitalistischen Block der Demo am 28.03 um 12:00Uhr Rotes Rathaus Berlin. Wir sehen uns!

„Wir zahlen nicht für eure Krise – Für eine solidarische Gesellschaft“ – Auf zur Demo am 28.03.

Das Mayday-Bündnis in Berlin beteiligt sich am antikapitalistischen Block der bundesweiten Demonstration „Wir zahlen nicht für eure Krise“ am 28.03. um 12:00Uhr Rotes Rathaus und wird mit Sprechblasen und ähnlichen vor Ort sein. In den Tagen vor der Demonstration werden wir noch ein Basteltermin veranstalten, zu den ihr gerne hinzukommen und euch beteiligen könnt. Wir werden ihn rechtzeitig in den nächsten Tagen in der Rubrik Termine bekannt geben. Kommt zahlreich, lasst Euch was einfallen. Wir sehen uns spätestens am 28.03. um 12Uhr.

Aus der Pressemitteilung des Mayday-Bündnisses:

„Wir werden als Maydaybündnis im Rahmen des auf der Berliner Demonstration geplanten antikapitalistischen Blockes deutlich machen, dass wir keine Appelle an den Staat und keine Hoffnungen in die politischen Parteien setzen .
Vielmehr wollen wir uns als Lohnabhängige, Studierende, SchülerInnen, Erwerbslose, Prekarisierte mit oder ohne Hartz IV gemeinsam organisieren.
Ob an unserem Arbeitsplatz, am Jobcenter, in der Uni, in der Schule oder im Stadtteil, wir wollen Widerstand gegen die Abwälzung der Folgen der kapitalistischen Krise auf uns leisten, die für uns nicht erst mit dem Börsen-und Bankencrash im letzten Herbst begonnen hat.“

„Keiner muss allein zum Amt – selber solidarischen Begleitschutz organisieren!“

Jobcenter-Aktion in der Storkower Str. in Berlin

Gestern beteiligte sich das Mayday-Bündnis an der Aktion vor dem Jobcenter. Diese sollte vor allem deutlich machen, dass man Erwerbslosigkeit und die damit einhergehende ungleiche und unwürdige Behandlung auf dem Amt nicht einfach über sich ergehen lassen muss, sondern es verschiedene Ansatzpunkte für Widerstand gibt. Aktionen wie gemeinsam auf‘s Amt zu gehen können einzelnen den Rücken stärken und ein Austausch über Probleme auf dem Amt der Beginn eines Organisierungsprozesses sein.

„Herr Taegtow behandelt mich schlecht“

Aus diesen Gründen war Bestandteil der Aktion, auf den Umstand des solidarischen Begleitschutzes – oder wie es rechtlich heißt Beistand (SGB X, §13) – hinzuweisen und diesen auch praktisch anzubieten, was auch gleich vor Ort genutzt wurde. Denn: KeineR muss allein zum Amt! Oft gibt es Situationen, wo die Gemüter sich erhitzen, weil Schikanen von Seiten der FallmanagerInnen passieren. In diesen Situationen hilft es eine Person an der Seite zuhaben, die entweder deeskalierend wirken oder als ZeugIn für die Situation für weitere Auseinandersetzungen wichtig sein kann. Außerdem verhalten sich FallmangerInnen oft auch gleich ganz anders, wenn eine weitere Person mit anwesend ist. Ein solidarischer Begleitschutz oder Beistand kann so oft äußerst hilfreich sein. Wer Interesse hat, andere Leute mal mit zum Arschamt zu begleiten kann sich gerne bei uns dem Mayday-Bündnis oder bei folgender email-adresse jobcenter.begleitung( at )web.de melden.

„Ich bin ein Mensch, ich lass mich nicht verleihen“

Ein weiterer Teil der Aktion war eine Meckerecke, die von vielen aktiv genutzt wurde. Hier konnten die eigenen Erfahrungen mit dem Jobcenter in der Storkower Straße von allen gesehen werden und durch die Vielzahl der gesammelten Eindrücke wurde die systematische Entwürdigung und Drangsalierung deutlich. Die Vielzahl der Aussagen zeigte somit nicht nur reges Interesse, sondern verdeutlichte, dass das individuelle Erleben kein Einzelfall ist. Zu unserem Bedauern wurden die persönlichen Eindrücke nach dem Ende der Aktion von den dortigen Sicherheitskräften umgehend wieder abgehängt.

„Dafür habe ich jetzt eine Urkunde, dass ich qualifiziert bin zum Spaten-Benutzen“

Während der Aktion wurden u.a. Redebeiträge vom Erwerbslosen Forum Berlin (zur sogenannten „Vertafelung“ der Gesellschaft), der Arbeitslosen Selbsthilfe Oldenburg (ALSO), der FAU-Berlin (zu dem konkreten Fall der Kündigung eines 1-Euro Jobbers), sowie der Gruppe Soziale Kämpfe (zur Demo „Wir zahlen nicht für Eure Krise – Für eine solidarische Gesellschaft“ am 28. März) gehalten. Ein Aktionstheater rundete den Tag ab.


Diese Aktion fand im Vorfeld der Demo „Wir zahlen nicht für eure Krise! Für eine solidarische Gesellschaft!“am 28. März und der Berliner Euromayday Parade am 1. Mai statt.

weitere Informationen zu Sozialberatung:
www.erwerbslosenforum.de
www.tacheles-sozialhilfe.de
www.also-zentrum.de

Presse im Vorfeld:
TAZ-Artikel am 04.03.

Bericht der Aktion bei indymedia.
Bericht der Aktion auf dem Presse-Portal des Erwerblosenforums.

Interview der Arbeistlosen Selbshilfe Oldenburg in der Jungen Welt.

Und hier ein kleines Video von der Aktion.