Archiv der Kategorie 'Arbeitskampf'

Prekäres Babylon während der Berlinale – Mayday unterstützte Kunbgebung

Am letzten Freitag, den 13.02.09, beteiligte sich das Mayday-Bündnis an der Kundgebung der Beschäftigten des Kino Babylon in Berlin Mitte von 18:30Uhr bis 20Uhr. Anlässlich einer Preisverleihung für die Berlinale wollten die Beschäftigten, die hauptsächlich bei der Gewerkschaft FAU organisiert sind, auf ihre miserablen Arbeitssituationen aufmerksam machen und protestierten vor ihrem Kino. Hintergrund ist, dass KartenabreißerInnen 5,50€/h verdienen und dies zuwenig ist um zu überleben. Noch gravierender ist es bei den FilmvorführerInnen, die 6,50€/h bekommen, schwere Filmrollen schleppen und bis zu drei Kinosäale gleichzeitig betreuen müssen. So wird der Job zu Belastung und Qual, so ein Redner auf der Kundgebung. (mehr…)

Love Emmely – Protestieren vor Kaisers

Mit dem Motto „Love Emmely – Protestieren vor Kaisers“ ruft das Mayday Bündnis Berlin zur Protestkundgebung für Emmely am 23.01.09 um 16:30Uhr beim Kaisers am Kottbusser Tor auf!

Denn ihr war es nicht egal, wie ihre Arbeitsbedingungen aussehen. Sie setzte sich für die Verbesserung dieser ein und organisierte in ihrer Filiale den Einzelhandelsstreik mit. Der Firmenleitung der Kaisersfiliale war dies gar nicht recht und so wurde Emmely vorgeworfen, dass sie Flaschen-Pfandbons im Wert von 1,30€ falsch abgerechnet habe. Daraufhin wurde sie nach 31 Jahren Arbeit bei Kaisers fristlos entlassen. Nach ihrer verlorenen Kündigungsschutzklage legte sie Berufung gegen das Urteil ein.

Emmely symbolisiert hierbei kein Einzelfall, sondern steht exemplarisch für viele Fälle die Tag täglich passieren: Das Menschen sich für die Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen einsetzen oder Missstände anprangern, dadurch für die Betriebsleitung unbequem und schließlich entlassen werden. Deswegen unterstützt das Mayday Bündnis das Solidaritätskomitee für Emmely und ruft alle auf zur Kundgebung zur erscheinen. Für ein schönes Leben – Solidarität statt Prekarität! (mehr…)

Nein zur Kriminalisierung von sozialer und gewerkschaftlicher Aktion

investor Am 29. April 2006 beteiligten sich duzende verkleidete Prekäre in einem Plus Supermarkt in Sevilla an einer Aktion. Gemeinsam mit ihnen erschien die „Jungfrau der Prekarität“. Für etwa eine Stunde blockierten die Prekären die Kassen des Supermarktes, sangen Slogans und forderten Arbeitsrechte und soziale Rechte für alle. Schließlich schoben sie drei mit Produkten des täglichen Bedarfs gefüllte Einkaufswagen an der Kasse vorbei ohne zu bezahlen. Die Protestaktion hatte symbolischen Charakter und wurde zwar mit einer gehörigen Portion Ironie, aber durchgängig friedlich durchgeführt. Während der gesamten Aktion wurden die Beschäftigten und Kunden des Supermarktes mit Respekt behandelt. (mehr…)

Schluss mit Business as usual – Solidarität mit dem Streik im Einzelhandel!

Streik? Im Einzelhandel? Aber man kann doch jeden Tag einkaufen…

Genau das wollen wir ändern! Verkäuferinnen und Verkäufer im Einzelhandel kämpfen seit praktisch einem Jahr für bessere Löhne und gegen die Streichung der Spät- und Wochenendzuschläge, doch keinen interessierts: Die Unternehmen setzen Streikbrecher ein, die Läden bleiben geöffnet, die Öffentlichkeit bemerkt wenig.

be_streik! – gemeinsam dichtmachen…

Also haben wir, Verkäuferinnen, KundInnen und linke AktivistInnen uns entschlossen, ein Zeichen zu setzen und eine Filiale gemeinsam zu bestreiken. Alle. Zusammen. Arbeit rund um die Uhr ohne Zuschläge, miese Löhne und Arbeitsbedingungen – das kennen wir alle von unterschiedlichsten Jobs. Und wir wissen: Gegen Prekarisierung hilft nur Solidarität. Und gegen Business as usual hilft nur kollektiver Druck.

Am Freitag, dem 6. Juni wollen wir in der Zeit von 6:00 bis 13:00 Uhr gemeinsam mit den Streikenden eine Filiale bestreiken und dichtmachen! (mehr…)

Mayday meets prekär Beschäftigte beim Technikmuseum

Mayday-Sprechblasen und BesucherbetreuerInnen des DTMB
Nach massenhafter Nichtverlängerung von Arbeitsverträgen wehren sich die BesucherbetreuerInnen im „Deutschen Technik Museum Berlin“ (DTMB) gegen ihre prekäre Beschäftigung. Im Januar dieses Jahres wurde ein Betriebsrat gewählt. Am vergangenen Mittwoch hat er die erste Betriebsversammlung einberufen und dabei öffentlichkeitswirksame Maßnahmen angekündigt. Heute hat die erste spontane Kundgebung am Museum in Kreuzberg stattgefunden. Das Mayday-Bündnis überbrachte Grußbotschaften und beteiligte sich mit den bereits bekannten Sprechblasen unter dem Motto: be.STREIK.berlin
Auch dieses Jahr wird es am 1. Mai wieder eine Mayday-Parade gegen prekäre Arbeits- und Lebensbedingungen in Berlin geben. Im Vorfeld sollen soziale Kämpfe, wie der im DTMB unterstützend begleitet werden.