Archiv der Kategorie 'Aufruf'

Bundesweiter Aktionstag am 17. September

Bundesweiter Aktionstag am 17. September

Am 17.09. 2009 finden bundesweit in vielen Städten Aktionen,
Kundgebungen und Demonstrationen unter dem Motto „Wir zahlen nicht für
eure Krise!“ statt.

Mit dem Aktionstag will das Bündnis vor den Bundestagswahlen ein deutliches Zeichen setzen gegen die Abwälzung der Krisenfolgen auf Kosten der Erwerbslosen, Beschäftigten, SchülerInnen und Studierenden, MigrantInnen und RentnerInnen.
„Die Krise gehört den Reichen. Die Zukunft gehört uns.
Wir sind nicht bereit, die Folgen der Krise zu tragen:

* nicht durch Sozialabbau und Lohndumping
* nicht durch Einsparungen bei der Infrastruktur
* nicht durch verstärkten Raubbau an der Natur
* nicht durch Demokratieabbau

Damit ihre Krise nicht zu unserer Katastrophe wird, brauchen wir eine Intensivierung der Proteste. Widerstand wird nur gemeinsam erfolgreich sein. Vor Ort, bundesweit und global.

Der Aktionstag bietet die Möglichkeit, gemeinsame Aktionen durchzuführen und in weiteren Städten lokale Bündnisse zu gründen.“

Im Berliner Bündnis “Wir zahlen nicht für eure Krise!” arbeiten schon seit einiger Zeit verschiedene Organisationen, Gruppen und Initiativen zusammen. Für den 17. September wird zu verschiedenen Aktionen und Kundgebungen mobilisiert:

* 9 Uhr | Aktion vorm Jobcenter: “KeineR muss allein zum Amt”
Jobcenter Mitte (Sickingenstr. 70)

* 13 Uhr | Stadtpolitische Aktion: “Die Krise findet Stadt – Wir übernehmen den Laden”
Senatsverwaltung (Fehrbelliner Platz)

* 16 Uhr | Zentrale Kundgebung: Rettungspakete für die Menschen statt Milliarden für die Banken! Aktion Banküberfall: Sozialer Ungehorsam bei Profiteuren der Krise
Wittenbergplatz

* 20 Uhr | Videokundgebung: Internationale Arbeitskämpfe gegen die Krise
Rathaus Neukölln

* all day: “Kostenloser Nahverkehr für alle”: Umsonst fahren zwischen den Aktionen. Klimagerechte Mobilität für alle!

Mehr Informationen: http://www.kapitalismuskrise.org/

be.STREIK.berlin! Der Aufruf für 2008…

be.STREIK.berlin
*Organisiert das schöne Leben!*
english / svenska below

Streik bei der Bahn, bei der BVG, in den Kaufhäusern… Streiks bringen den Alltagstrott durcheinander. Dieses „ich spiel euer Spiel nicht mehr mit“ finden wir klasse, genau so wie ein klares „Nein“ zur richtigen Zeit ein Befreiungsschlag vom alltäglichen Stress sein kann. Nach Jahren des Verzichts und der Abwehrkämpfe werden hier endlich mal wieder Ansprüche gestellt. In den Kämpfen taucht die alte frage auf: Wie wollen wir leben und arbeiten, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt?
Wir wollen gar nicht drüber streiten ob soundsoviel Prozent mehr Gehalt gerechtfertigt sind oder nicht. Uns ist klar, dass hier was nicht stimmt: eben zu viel Scheiße für zu wenig Geld. Zu wenig Kuchen für alle… Aber wer kann überhaupt streiken? (mehr…)

MAYDAY, MAYDAY! Sarko und Angie die Show verderben!

mayday_karlspreis
Am ersten Mai wird Angela Merkel in der alten Kaiserstadt Aachen mit dem EU-Oscar ausgezeichnet, dem Internationalen Karlspreis. Nicolas Sarkozy wird ihr Festredner sein. Eine Laune des Kalenders will es, dass in diesem Jahr der Arbeiterkampftag mit dem christlichen Himmelfahrtstag zusammenfällt, dem Tag, an dem der Preis der Eurokratie in Aachen traditionell verliehen wird. (mehr…)

Sie nennen es Sicherheit. Wir nennen es Stasi 2.0. Globale soziale Rechte statt Überwachungsstaat!

Sicherheitsgesetze, innere Sicherheit, Bundes-Trojaner, heimliche Online-Durchsuchung, Vorratsdatenspeicherung, Antiterrorparagraf 129a, Polizei- gesetzverschärfung… Die Liste kann beliebig fortgeführt werden und alle machen mit: von der Linkspartei bis zur CDU. Wer oder was ist da noch sicher?!

Wessen Sicherheit?
Eins ist sicher bei dem Generalangriff auf elementare individuelle und politische Rechte: Er Nützt denen, die den Staat in einen autoritären und präventiven Sicherheitsstaat umwandeln wollen. Auf dem Weg zum gläsernen Menschen wird fleißig all das bekämpft, was die herrschaftliche Vorstellung von Demokratie und Markt in Frage stellt. Gefährlich ist so alles, was sich der staatlichen Obhut entzieht. Dem Sammelwahn des Staates scheinen keine Grenzen gesetzt, wie das geplante Gesetz zur Vorratsdatenspeicher- ung (sechsmonatige Speicherung von fast allen Telekommunikations- daten) zeigt. Nicht nur der Staat hört mit. Fast alle Unternehmen speichern die persönlichen Daten ihrer Kunden. Doch, was als Komfort verkauft wird, macht unser Leben durchsichtig und potentiell einsehbar: Wer telefoniert mit wem? Wer hat sich wo bewegt? Und in welchem Raum Strom verbraucht? Wir fragen uns: Wer braucht all diese Informationen und gegen wen sollen sie verwandt werden? Die Liste der angeblichen und realen Bedrohungen ist lang und breit, aber – uns egal. Wir legen keinen Wert auf diese Sicherheit, die lediglich heißt, noch mehr überwacht, protokolliert und abgehört zu werden. Wir nennen das Stasi 2.0, wenn jeder, der versucht sich dem Überwachungssystem zu entziehen, zumindest verdächtig und in manchen Fällen terroristisch ist.

Sicher nicht schlecht – globale soziale Rechte
Fast nie meinen Politikerinnen und Politiker mit Sicherheit einen gesellschaftlichen Zustand, der es allen Menschen ermöglicht ein gutes Leben zu führen. Sicher ist vielen nur die tagtägliche Gewissheit unter prekären Verhältnissen leben zu müssen. Unsere Sicherheit hat eine andere Logik! Sicherheit bedeutet ein bedingungsloses Existenzgeld für alle und Bleiberecht für alle, die hier leben wollen. Sicherheit bedeutet ökonomische Unabhängigkeit, bedeutet Bewegungsfreiheit, bedeutet das Recht auf gute gesundheitliche Versorgung. Also: Globale soziale Rechte – ein gutes Leben – für alle!

Woher nehmen, wenn nicht stehlen?
Klar ist, all das bekommen wir nicht geschenkt. Dennoch gilt es gerade jetzt die Einschränkung der Freiheit für jeder und jeden von uns gemeinsam abzuwehren und politische, soziale und individuelle Handlungsspielräume zu erhalten. Wir wollen keinen Überwachungsstaat á la Stasi 2.0. Wir wollen uns überall und auch im Internet frei bewegen können. Wir wollen die Sicherheit für jeden Menschen, damit er morgen noch ein würdiges Leben führen kann. Deswegen lasst uns für das kämpfen, was uns zusteht und kommt zahlreich zur Demo! In diesem Sinne: Alles für alle – und zwar umsonst!

Macht mit beim Mayday-Block auf der Demo gegen den Überwachungswahn am 22. 09. ab 14.30 am Brandenburger Tor / Pariser Platz (Berlin-Mitte).

Hol dir dein Leben zurück! Der Aufruf für 2007

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Alles super?

Super-fleißig, super-billig, super-freundlich. Super-kreativ, super-motiviert, super-flexibel – wir sollen uns aufführen, als wollten wir Stars werden, Superstars. Das Leben als Casting-Show. In der Jury sitzen sie, die Dieter Bohlens und Heidi Klums der Gesellschaft: die Personalchefs und SachbearbeiterInnen, die ArbeitsmarktreformerInnen und Wirtschaftsweisen, die ChefredakteurInnen, HochschulrektorInnen, RichterInnen und Polizeipräsidenten. Sie entscheiden, wer rausfliegt und wer weiterkommt. Und weil sie uns täglich eintrichtern, dass nur die eine Chance haben, die ständig alles geben, machen wir den Rest fast von allein. Das schlechte Gewissen, vielleicht nicht alles versucht zu haben, ersetzt den besten Sklaventreiber. Das Hamsterrad dreht sich, wir laufen. Das prekäre Leben winkt uns zu. (mehr…)