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Pressemitteilung, Berlin den 27.04.09

Redaktion Berlin/ Veranstaltungen

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchten wir sie auf die folgende Veranstaltung hinweisen, die im Rahmen der Mobilisierungskampagne zum Berliner Mayday 2009 am 29.04.09 um 19:0 Uhr auf dem Hermannplatz, Berlin, stattfinden wird.

Mayday Video-Film-IN

Öffentliche Videoveranstaltung mit Diskussion zu Streiks und Sozialprotesten. Davor/danach/dazwischen Musik von disco critique (bouncy beats & rave_olution).

Auf der Veranstaltung werden in Wortbeiträgen und mit Videoschnipseln verschiedene Arbeitskämpfe und soziale Auseinandersetzungen der letzten Zeit vorgestellt. Darunter Aktionen im Jobcenter, der Uni, Streiks in Kinos, bei der Bahn, im Einzelhandel, den Ambulanten Diensten und vieles mehr.
Der Ort Hermannplatz ist ein Treffpunkt für viele Menschen in prekären Arbeits – und Lebensverhältnissen aus verschiedenen Ländern. Sie haben in diesem Land oft keine Interessenvertretung. Der Hermannplatz gilt als einer der „sozialen Brennpunkte“ Berlins. Die Menschen, die sich hier aufhalten sind daher besonderer Kontrolle und Überwachung ausgesetzt. Mit der Wahl dieses Ortes soll deutlich gemacht werden, dass
die Kämpfe gegen kapitalistische Zumutungen nicht nicht nur weiß, deutsch und männlich sind. Die Veranstaltung ist Teil des Mayday-Prozesses, der dem Widerstand gegen prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse auch über den 1. Mai hinaus eine Stimme geben will.

Mit freundlicher Bitte um Ankündigung und redaktionelle Berichterstattung,

Hannah Schuster und Marc Schreiber für die Mayday-Presse-AG

Bei Nachfragen und Interviewwünschen stehen ihnen ab sofort unsere SprecherInnen Hannah Schuster und Marc Schreiber unter der Nummer 0178/8032389 oder unter mayday-presse@gmx.net gerne zur Verfügung. Auf berlin.euromayday.org finden sie aktuelle Informationen.

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Pressemitteilung, Berlin den 23.04.09

Redaktion Berlin/ Politik

Mayday-Parade will durch die Friedrichstraße –
Bündnis geht gerichtlich gegen polizeiliche Auflagen vor

Die Berliner Polizei verbietet die diesjährige Route der Mayday-Parade. Mit massiven und teils absurden Auflagen wird das Demonstrationsrecht bedeutend eingeschränkt. Das Mayday Bündnis will weiterhin an seiner geplanten Route durch die Friedrichstrasse festhalten. Dort sitzen bedeutende Mitverantwortliche der Wirtschaftskrise. Die Veranstalter haben gegen die Auflagen Widerspruch eingereicht und einen aufschiebenden Eilantrag an das Verwaltungsgericht gestellt.

Anstatt durch die Friedrichstraße soll die Route nun durch die Glinkastr. – Behrenstr. – Wilhelmstr. verlaufen. Damit wird eine Auseinandersetzung mit den Vorgängen der Wirtschaftskrise verhindert. In der Friedrichstraße befinden sich Vertretungen von Ernst & Young, DIW und Deutsche Bank. „Es ist unbedingt nötig die Akteure der Krise zu benennen und ihr derzeitiges Vorgehen transparent zu machen. Die Deutsche Bank z.B. hat mir ihrer überzogenen Renditenforderung von 25 %, der sie mit Entlassungen bei gleichzeitiger Steigerung der Produktivität und rücksichtslosen Kreditgeschäften nachgeht, nicht nur maßgeblich zur Wirtschaftskrise beigetragen sondern auch den Stress und die Unsicherheit bei den Menschen erhöht.“, so Mayday-Sprecherin Hannah Schuster. „Wir fordern keine Rettungsschirme für die Wirtschaft sondern Rettungsschirme für die Menschen. Der 1. Mai ist unser Tag des Schirms!“ Das Bündnis plant während der Demonstration eine Zwischenkundgebung vor der Deutschen Bank in der Friedrichstr. 181.

Darüber hinaus verfolgt die Polizei weiterhin ihren Repressionskurs. Das Mayday-Bündnis ruft auf seiner Homepage zur Solidarität mit der, wegen Wahrnehmung Ihres Streikrechts entlassenen, Kassiererin Emmely auf. Deswegen wird ihm Gewaltbereitschaft unterstellt. Als Indizien dafür werden einzelne Farbanschläge auf Kaisers-Filialen herangezogen. Mit dieser Argumentation folgt die Polizei ihrer Linie jeglichen Protest zu kriminalisieren und in schlechtes Licht zu rücken. Bereits die Teilnahme an Protesten und Demonstrationen macht einen Menschen verdächtig.
Mayday-Sprecherin Hannah Schuster erklärte dazu: „Emmely symbolisiert hier keinen Einzelfall, sondern steht exemplarisch für viele Fälle die tagtäglich passieren: Menschen setzen sich für die Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen ein oder prangern Missstände an und werden deswegen entlassen. Proteste gegen solches Vorgehen von Betriebsleitungen gilt es aktiv zu unterstützen, daher solidarisiert sich das Mayday-Bündnis weiterhin mit Emmely.“

Am 1.Mai 2009 wird in Berlin bereits zum vierten mal eine der etwa 20 europäischen Mayday-Paraden stattfinden. Sie wird aus etwa einem halben Dutzend, auf verschiedene Weise gestalteten Wagen bestehen, auf denen DJ´s Musik auflegen und Redebeiträge gehalten werden. Von anderen Berliner Umzügen,wie zum Beispiel dem Karneval der Kulturen, unterscheidet sich die die Mayday-Parade durch ihre dezidiert politische Aussage. Denn trotz Dj´s, Auftaktkonzert und Wagen steht die soziale Situation der von Prekarisierung und Ausgrenzung Betroffenen im Mittelpunkt der Aktion. Auf Zwischenkundgebungen werden Themen wie Bildungspolitik, Stadtumstrukturierung, Beschäftigungsindustrie und die Situation von MigrantInnen angesprochen.

Mit freundlicher Bitte um Ankündigung und redaktionelle Berichterstattung,

Marc Schreiber für die Mayday-Presse-AG

Bei Nachfragen und Interviewwünschen stehen ihnen unsere SprecherInnen Hannah Schuster und Marc Schreiber unter der Nummer 0178/8032389 oder unter mayday-presse@gmx.net gerne zur Verfügung. Auf berlin.euromayday.org finden sie aktuelle Informationen.

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Pressemitteilung, Berlin den 18.04.09

Redaktion Berlin/ Politik

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchten wir sie auf die folgende Veranstaltung hinweisen, die im Rahmen der Mobilisierungskampagne zum Berliner Mayday 2009 am 21.04.09 um 19:30 Uhr im Buchladen Schwarze Risse, Gneisenaustraße 2a, Berlin, stattfinden wird.

Risse im Putz . Autonomie, Prekarisierung und autoritärer Sozialstaat
Diskussionsveranstaltung mit der Gruppe Blauer Montag aus Hamburg und der Gruppe FelS – Für eine linke Strömung

Diskutiert werden sollen vor allem die Veränderungen der Arbeitswelt und der Wandel des Sozialstaates der letzten Jahre. Hierbei sollen nicht nur die immer weiter voranschreitenden Prozesse von Prekarisierung in Arbeit und Leben und die Neuausrichtung der Systeme der sozialen Sicherung auf Prinzipien des Workfare beleuchtet werden, vor allem sollen Handlungsmöglichkeiten sozialer Akteure innerhalb dieser neuartigen Konstellation im Fokus liegen und abschließend zusammen mit den TeilnehmerInnen diskutiert werden.
Mit freundlicher Bitte um Ankündigung und redaktionelle Berichterstattung,

Hannah Schuster und Marc Schreiber für die Mayday-Presse-AG

Bei Nachfragen und Interviewwünschen stehen ihnen ab sofort unsere SprecherInnen Hannah Schuster und Marc Schreiber unter der Nummer 0178/8032389 oder unter mayday-presse@gmx.net gerne zur Verfügung. Auf berlin.euromayday.org finden sie aktuelle Informationen.

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Pressemitteilung, Berlin den 18.04.09

Redaktion Berlin/ Politik

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchten wir sie auf die folgende Veranstaltung hinweisen, die im Rahmen der Mobilisierungskampagne zum Berliner Mayday 2009 am 20.04.09 um 19:30 Uhr im Versammlungsraum im Mehringhof, Gneisenaustraße 2a, Berlin, stattfinden wird.

Prekäres Leben in Deutschland
Zur Lagerunterbringung von MigrantInnen in Deutschland und Widerstand
dagegen

Mit Tobias Pieper (Autor von ‚Die Gegenwart der Lager‘), einem/r
Vertreter/in der FiB (Flüchtlingsinitiative Brandenburg), von JoG
(Jugendliche ohne Grenzen) und der u.r.i.(united against racism and
isolation)

Veranstaltet von FelS (Für eine Linke Strömung), FiB
(Flüchtlingsinitiative Brandenburg) und dem Bildungswerk Berlin der
Heinrich-Böll-Stiftung

Asylsuchende, de facto Flüchtlinge und geduldete MigrantInnen werden
seit 1982 in lagerähnlichen Gemeinschaftsunterkünften untergebracht, die
dezentral über das Bundesgebiet verteilt liegen. Derzeit sind immer noch
über 100.000 Menschen davon betroffenen. Mit dem „Zuwanderungsgesetz“
wurden Ausreiseeinrichtungen (Ausreisezentren/Abschiebelager) zur
Forcierung „freiwilliger“ Ausreisen als neue Lagerform eingeführt.

Der Einschluss der MigrantInnen und damit Ausschluss von der Gesellschaft
als eine Form von strukturellem Rassismus findet weitgehend hinter dem
Rücken einer kritischen Öffentlichkeit statt. Die Veranstaltung möchte
dies ändern und darüber hinaus Beispiele geben, wie Widerstand dagegen
aussieht und welche Schwierigkeiten sich dabei ergeben.

Mit freundlicher Bitte um Ankündigung und redaktionelle Berichterstattung,

Hannah Schuster und Marc Schreiber für die Mayday-Presse-AG

Bei Nachfragen und Interviewwünschen stehen ihnen ab sofort unsere SprecherInnen Hannah Schuster und Marc Schreiber unter der Nummer 0178/8032389 oder unter mayday-presse@gmx.net gerne zur Verfügung. Auf http://berlin.euromayday.org finden sie aktuelle Informationen.

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Mayday Parade 2009 in Berlin

An die Redaktion Berlin/Inland

Sehr geehrte Damen und Herren,

auch in diesem Jahr wird es in Berlin wieder eine Mayday Parade geben, die unter dem Motto „Ich krieg die Krise…“ – und das nicht erst seit Gestern!“ die Auswirkungen und Folgen der Finanzkrise in den Fokus ihres Protests rückt. Das Berliner Bündnis, das aus linken Gruppen und Einzelpersonen besteht, will mit dem Mayday-Konzept eine Alternative zu traditionellen 1. Mai-Demonstrationen bieten.
Startpunkt der Demonstration wird in diesem Jahr die Strasse Unter den Linden auf der Höhe des Bebelplatzes sein. Um 13.30 Uhr wird hier ein Auftaktkonzert stattfinden, danach zieht die Parade Richtung Kreuzberg. Die genaue Route steht wegen Meinungsverschiedenheiten mit der Polizei noch nicht fest, wird aber rechtzeitig mitgeteilt.

Was ist der Berliner Mayday?

Das Konzept zur Mayday Parade entstand 2001 in Mailand. Zentrales Anliegen war und ist es, auf die verschiedenen Formen von Prekarisierung in Arbeit und Leben aufmerksam zu machen. Dem 1. Mai als traditionellen linken Kampftag sollte ein frischer Anstrich verpasst werden, der konventionelle Organisationsformen aufbricht. Um die Vielfalt der Wünsche, Lebens- und Aktionsformen besser sichtbar zu machen wurde anstatt einer traditionellen Demonstration eine bunte und kreative Parade organisiert. In den folgenden Jahren wuchs die Teilnehmerzahl beständig. Auch in anderen Städten wurde die Idee aufgegriffen. Unter dem Label „Euromayday“ gab es 2004 gemeinsam koordinierte Aktionen in fünf europäischen Städten. Im Jahr darauf waren es schon über ein Dutzend. 2006 feierte der Mayday Premiere in Berlin.

Seitdem steht der Mayday für den etwas anderen 1. Mai in Berlin. Jenseits von Krawallen und dem entpolitisiertem, kommerziellen MyFest geht der Mayday an die Öffentlichkeit, ist Sprachrohr und Plattform für alle Menschen, die das Gefühl nicht loswerden, das da was nicht stimmt in ihrem Leben. Der Mayday gibt Anstöße zur Selbstorganisation. Er möchte diejenigen wieder zusammen führen, deren Probleme von den Parteien in Regierung und Opposition ignoriert werden und die durch moderne Arbeitsformen vereinzelt schon vergessen haben, dass sie ihre Ängste mit vielen teilen. Aber der Mayday will nicht nur ein kollektives Bewusstsein schaffen, sondern auch aktiv zur Aneignung auffordern, denn enteignet werden alle täglich. Entweder als Individuen, wenn Arbeitskraft und Kreativität im Lohnarbeitsprozess absorbiert werden oder auch als Gemeinschaft, wenn z.B. die kommunale Wasserversorgung privatisiert wird. Dem will der Mayday den Spiegel vorhalten. In einer Welt, die immer mehr der Profitmaximierung dient und damit zunehmend Menschen ausgrenzt, regt er dazu an, sich wieder zu holen was allen zusteht. Damit ist nicht nur die Aneignung von Gütern sondern auch die Aneignung des öffentlichen Raums, einer intakten Umwelt, kostenloser Mobilität oder auch schlicht und einfach verfügbarer Zeit gemeint.

Der Mayday 2009 steht im Zeichen der internationalen Wirtschaftskrise. Er sieht diese Krise nicht als einzelnes Ereignis sondern als dem kapitalistischem System innewohnend. Was bedeuten die Auswirkungen für die einzelnen Menschen, was bedeuten sie für die Gesellschaft?

Veranstaltungen

Im Rahmen des Berliner Mayday werden in den nächsten Wochen mehrere Veranstaltungen stattfinden, die sich theoretisch,politisch und kulturell um Prekarisierung und mögliche Interventionsmöglichkeiten drehen.

*Linke Intervention und Selbstorganisation in sozialen Kämpfen*
15.04., 18:30, KATO (U-Bhf. Schlesisches Tor)

In sozialen Konflikten und Streiks begegnen sich ArbeiterInnen ohne
linke Politerfahrungen und radikale Linke mit häufig akademischen
Hintergrund. Das wirft Fragen auf, z.b. in welchem Verhältnis steht die
solidarische Unterstützung der radikalen Linken zu Prozessen der
Selbstorganisation von Lohnabhängigen und Erwerbslosen? Wie kann eine
Intervention aussehen, die die Selbstorganisation fördert und
Stellvertreterpolitik vermeidet?
Drei Referent/Innen werden in der Podiumsdiskussion zunächst einige
Beispiele vorstellen.
In der anschließende Diskussion sind dann eure Fragen, Erfahrungen und
Meinungen gefragt. Dabei soll auch Raum sein, um konkrete Schritte für
die weitere Praxis und Vernetzung zu besprechen.

*Prekäres Leben* – Lager für MigrantInnen in Deutschland und Widerstand
gegen die Lagerunterbringung.
20.04., 19:30, Versammlungsraum im Mehringhof (Gneisenaustr. 2a)

Es wird das Lagersystem in Deutschland analysiert. Verschiedene Gruppen
die Widerstand leisten stellen sich.

*Risse im Putz* – Prekarisierung, Zwangsflexibilisierung und autoritärer
Sozialstaat.
21.4., 19:30, Schwarze Risse (Gneisenaustr. 2a)
Diskussionsveranstaltung mit der Gruppe Blauer Montag aus Hamburg.

*“Zerstör‘ die Firma in dir.“*
24.4., 20h, B-Lage (Mareschstr. 1)

Ein Abend mit einem Hörspiel von René Pollesch. Anschließend
professionelle Schallplattenunterhaltung von fin.

*Mayday Video-Film-In*
29.04., 19h, Hermannplatz

Öffentliche Videoveranstaltung mit Diskussion zu Streiks und
Sozialprotesten. Davor/danach/dazwischen Musik von disco critique
(bouncy beats & rave_olution).

*Mayday ´09*
01.05., 13.30h, Unter den Linden (Höhe Bebelplatz)
Auftaktkonzert: Incredible Herrengedeck

*Mit einem Lächeln auf den Lippen.* Eine Hausarbeiterin ohne Papiere
zieht vors Arbeitsgericht
Dokumentarfilm und anschl. Diskussion
13.05., 19:30, Zielona Góra (Grünbergerstr. 73)

Ana S. beschließt nach 3 Jahren unterbezahlter Hausarbeit bei einer
Hamburger Familie, dass sie einen angemessenen Arbeitslohn vor Gericht
einklagen will – obgleich sie als „illegal“ gilt, weil sie keinen
offiziellen Aufenthaltstitel hat …
Wir zeigen den Film des Filmteams Anne Frisius, Nadja Damm und Mónica
Orjeda und wollen danach mit einer Vertreterin des Filmteams und
AktivistInnen aus Unterstützungs- und MigrantInnenorganisationen und
euch ins Gespräch kommen: Wie ist die Situation von undokumentierten
ArbeiterInnen in Berlin? Welche Unterstützungs- und
Solidaritätsstrukturen gibt es vor Ort? Welche Ansätze von Organisierung
gibt es in dem Bereich, etc.?

Mit freundlicher Bitte um Ankündigung und redaktionelle Berichterstattung,

Hannah Schuster und Marc Schreiber für die Mayday-Presse-AG

Bei Nachfragen und Interviewwünschen stehen ihnen ab sofort unsere SprecherInnen Hannah Schuster und Marc Schreiber unter der Nummer 0178/8032389 oder unter mayday-presse@gmx.net gerne zur Verfügung. Auf http://euromayday.berlin.org finden sie aktuelle Informationen.

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Pressemitteilung, Berlin den 14.04.09

Redaktion Berlin/ Politik

Polizei verbietet die Route der Mayday Parade

Die Polizei will die Route der Mayday Parade am 1. Mai durch die Berliner Innenstadt nicht genehmigen. Dies erklärte sie den Organisatoren im Anmeldergespräch. Als Gründe wurden verkehrstechnische Aspekte sowie mangelnde personelle Kapazitäten angegeben. Knackpunkt der vom Mayday Bündnis eingereichten Route durch die Bezirke Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg ist die Friedrichstraße. Im Falle einer Ablehnung wird das Bündnis weitergehende juristische Schritte einleiten.

Die Polizei beruft sich auf einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Berlin zur ‚Wir zahlen nicht für eure Krise‘ Demonstration vom 28.03.09. In diesem wird aus verkehrstechnischen Gründen eine Demonstration in der Friedrichstraße untersagt. Als Begründung dienen die Eingänge zu den U-Bahn Stationen und die Poller an den Bürgersteigen. Auch die bauliche Trennung zwischen den Fahrspuren wird als Argument herangezogen, der Demonstrationszug müsse sich dann ja teilen. Dieses Urteil lässt sich nach Angaben der Berliner Polizei auch auf die parallel verlaufende Charlottenstraße anwenden.

Damit wird de facto im Bereich Friedrichstr/Charlottenstr das grundgesetzlich verankerte Demonstrationsrecht außer Kraft gesetzt. Dies ist besonders dadurch auffällig, dass es anscheinend überhaupt kein Problem war, den Demonstrationszug vom 28.03.09 durch die beengten und mit Pollern gespickten Gegebenheiten rund um den Hackeschen Markt hin zu abseits gelegenen Wohngebieten zu leiten. Anscheinend ist nicht erwünscht, dass dort demonstriert wird, wo Protest auch wahrgenommen wird.

Seit dem Ausbruch der Wirtschaftskrise nehmen Repression und Behinderung politischer Ausdrucksformen in ganz Europa zu. Für den NATO Gipfel in Strasbourg wurden das Schengen-Abkommen außer Kraft gesetzt und mit absurden Einreiseverboten Menschen daran gehindert, ihre Meinung zu äußern. Gleichzeitig verhalten sich die Ordnungskräfte deutlich gewaltbereiter. So kam es am Ende der ‚Wir zahlen nicht für eure Krise‘ Demonstration in Berlin zu ungerechtfertigten Übergriffen durch Polizisten. In London starb während des G20 Gipfels ein Mann nach einer unprovozierten Polizeiattacke.

Wie bereits in den letzten Jahren wird es am 1. Mai in Berlin eine Mayday-Parade geben, mit der wir den vielfältigen und bunten Widerstand gegen die prekären Lebens- und Arbeitsverhältnisse vieler Menschen sichtbar machen. In diesem Jahr der Krise kann und wird sich das Mayday-Bündnis nicht auf den so genannten Tag der Arbeit beschränken. Mit weiteren Aktionen und der Mayday-Parade am 1. Mai werden wir unseren Protest fortsetzen.

Mit freundlicher Bitte um Ankündigung und redaktionelle Berichterstattung,

Phillip Stein für die Mayday-Presse-AG

Anfragen evtl. mit Rückrufnummer bitte an mayday-presse@gmx.net

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Pressemitteilung, Berlin den 09.04.09

Redaktion Berlin/ Politik

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchten wir sie auf die folgende Veranstaltung hinweisen, die im Rahmen der Mobilisierungskampagne zum Berliner Mayday 2009 am 15.04.09 um 18:30 Uhr im KATO (U-Bhf. Schlesischen Tor) stattfinden wird.

LINKE INTERVENTION UND SELBSTORGANISATION IN SOZIALEN KÄMPFEN

In sozialen Konflikten und Streiks begegnen sich Arbeiter/Innen ohne
linke Politikerfahrungen und radikale Linke mit häufig akademischen
Hintergrund. Das wirft Fragen auf, zum Beispiel in welchem Verhältnis steht die
solidarische Unterstützung der radikalen Linken zu Prozessen der
Selbstorganisation von Lohnabhängigen und Erwerbslosen? Wie kann eine
Intervention aussehen, die die Selbstorganisation fördert und
Stellvertreterpolitik vermeidet?

Drei Referent/Innen werden in der Podiumsdiskussion zunächst einige
Beispiele vorstellen, anschließend ist Zeit für Fragen, Erfahrungen und Meinungen aus dem Publikum.

Mit freundlicher Bitte um Ankündigung und redaktionelle Berichterstattung,

Hannah Schuster für die Mayday-Presse-AG

Anfragen evtl. mit Rückrufnummer bitte an mayday-presse@gmx.net

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Pressemitteilung Berlin, 28.03.2009

Demonstration „Wir zahlen nicht für eure Krise!“

Unter dem Motto „Wir zahlen nicht für eure Krise“ demonstrierten am
heutigen Samstag, den 28. März 2009 mehr als 30 000 Menschen in Berlin.
Ein breites Bündnis aus Attac, Linkspartei, Gewerkschafts-, Umwelt- und
Sozialverbänden, sowie antikapitalistischen und entwicklungspolitischen
Gruppen rief zu der Demonstration auf. Das Mayday-Bündnis Berlin
beteiligte sich am antikapitalistischen Block der Demonstration. Rund
fünftausend Teilnehmer artikulierten dort laut und bunt ihren Protest:
„Die Krise heißt Kapitalismus!“. Ziel war es, den Protest gegen die
Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftskrise sichtbar zu machen. Über den
Kapitalmärkten werden milliardenschwere Schutzschirme aufgespannt,
während Millionen Menschen unter prekären Lebens- und Arbeitsbedingungen
leiden. Die Demonstration verlief friedlich. Trotzdem kam es zu einigen
Festnahmen.

Begleitet wurde die Demonstration von verschiedenen Aktionen. So führten
Klimabewegte des Mayday-Bündnisses ein „green-washing“ durch. Die
Aktivisten in Overalls mit Logos von Energiekonzernen wie z.B.
Vattenfall oder e.on malten sich gegenseitig grün an. Damit wurde darauf
aufmerksam gemacht, dass sich viele Konzerne in ihrer Außendarstellung
„grün“ geben, obwohl sie eigentlich erheblich zur Ausweitung der
Klimakatastrophe beitragen. Eine weitere Aktion fand an der Ecke
Torstrasse/ Borsigstrasse statt. Im Namen der Interventionistischen
Linken wurde ein Transparent mit dem Demonstrations-Motto von einem
Hausdach heruntergelassen.

Die Polizei, die schon im Vorfeld versuchte, die
Demonstrationsteilnehmer zu kriminalisieren, hielt sich am Anfang
zurück. Gegen Ende der Demonstration kam es jedoch durch Provokationen
der Polizei zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der
Polizei. Dabei kam es zu Festnahmen.

Nicht nur in Berlin, sondern auch in anderen europäischen Städten wurde
unter dem selben Motto demonstriert. In Frankfurt am Main beteiligten
sich 25 000 Menschen an den Protesten, in Wien circa 12 000. Hier war
auch das österreichische Mayday-Bündnis vertreten. In London
versammelten sich mehr als 10 000 Menschen zu einer Demonstration
anlässlich des G20-Gipfels.

Der heutige Tag war nur der Auftakt. Wie bereits in den letzten Jahren
wird es am 1. Mai in Berlin eine Mayday-Parade geben mit der wir den
vielfältigen und bunten Widerstand gegen die prekären Lebens- und
Arbeitsverhältnisse vieler Menschen sichtbar machen. In diesem Jahr der
Krise kann und wird sich das Mayday-Bündnis nicht auf den so genannten
Tag der Arbeit beschränken. Mit weiteren Aktionen und der Mayday-Parade
am 1. Mai werden wir unseren Protest fortsetzen.

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Pressemitteilung, Berlin den 19.03.

Redaktion Berlin/ Politik

Protest vor Hertie School of Governance am 20. März 2009

Das Demo-Bündnis „Wir zahlen nicht für eure Krise“ veranstaltet am
Freitag, den 20. März, ab 13:30 Uhr eine Protestaktion vor der Hertie
School of Governance. Anlass ist die Podiumsveranstaltung „Der Staat und
die Finanzmarktkrise“ mit Vertretern von Bundesbank, Hypo Real Estate
und des Finanzministeriums. Ziel der Aktion ist es aufzuzeigen, dass es
gerade jetzt ein falsches Zeichen ist, sich mit den Verursachern der
Krise zu unterhalten, während bereits tausende Menschen unter den
Auswirkungen leiden.

Zentrales Element der Aktion ist ein Straßentheater, das den Druck, der
durch Hartz IV, Ein-Euro-Jobs und den Zwang zur Arbeit auf den Menschen
lastet, thematisiert. Auch wird satirisch auf die Tatsache eingegangen,
dass im Kapitalismus jeder von diesen Maßnahmen betroffen sein kann: die
BankerInnen von heute können die Hartz-IV-EmpfängerInnen von morgen sein.

Auf der Demo „Wir zahlen nicht für eure Krise“ am 28. März und auf der
Mayday-Parade am 01. Mai soll der vielfältige und bunte Widerstand gegen
die prekären Lebens- und Arbeitsverhältnisse vieler Menschen sichtbar
gemacht werden. Im Vorfeld des internationalen Aktionstages am 28. März
und der großen Mayday-Parade am 01. Mai findet dieser Protest vor der
Hertie School of Governance statt. Mit weiteren Aktionen werden wir
unseren Protest fortsetzen.

Mit freundlicher Bitte um Ankündigung und redaktionelle Berichterstattung,

Philipp Stein
für das Demo-Bündnis „Wir zahlen nicht für eure Krise“

Anfragen evtl. mit Rückrufnummer bitte an mayday-presse@gmx.de

Freitag, 20.03., ab 13:30 Uhr
Auditorium, Hertie School of Governance
Quartier 110
Friedrichstraße 180
10117 Berlin

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Pressemitteilung, vom 05.März 2009

Mayday ist nicht nur einmal im Jahr!
„Wir zahlen nicht für Eure Krise.“

Das Berliner Maydaybündnis beteiligt sich an der Demonstration „Wir zahlen nicht für eure Krise –
Für eine solidarische Gesellschaft“ zu der ein Bündnis von GewerkschafterInnen und sozialen
Gruppen am 28.März nach Berlin und Frankfurt/Main aufrufen.

Wir werden als Maydaybündnis im Rahmen des auf der Berliner Demonstration geplanten
antikapitalistischen Blockes deutlich machen, dass wir keine Appelle an den Staat und keine
Hoffnungen in die politischen Parteien setzen .
Vielmehr wollen wir uns als Lohnabhängige, Studierende, SchülerInnen, Erwerbslose, Prekarisierte
mit oder ohne Hartz IV gemeinsam organisieren.
Ob an unserem Arbeitsplatz, am Jobcenter, in der Uni, in der Schule oder im Stadtteil, wir wollen
Widerstand gegen die Abwälzung der Folgen der kapitalistischen Krise auf uns leisten, die für uns
nicht erst mit dem Börsen-und Bankencrash im letzten Herbst begonnen hat.
Zum vierten Mal wird es in diesem Jahr am 1. Mai in Berlin die Mayday-Parade geben, auf der wir
den vielfältigen Widerstand sichtbar machen werden.
Unsere Wut über die Zumutungen des kapitalistischen Alltags und unsere Suche nach einem
(Arbeiten und) Leben jenseits von kapitalistischen Verwertungsbedingungen beschränkt sich nicht
auf einen Tag, deshalb beteiligen wir uns an der Demo am 28.März.
Mit der Mayday-Parade am 1.Mai und weiteren Aktionen im Vorfeld setzen wir unseren Protest fort
und hoffen, dass sich viele Menschen kraftvoll und kreativ beteiligen werden.
Der genaue Ort und für die diesjährige Mayday-Parade in Berlin wird in einer Pressemitteilung
bekannt gegeben.

Berliner Mayday-Bündnis

Pressemitteilung zur Beteiligung des Mayday-Bündnisses an der „Wir zahlen nicht für eure Krise“ Demonstration am 28.03.