Tutto bene ?

Ultra stakonovista, ultra economico, ultra disponibile, ultra creativo, ultra motivato, ultra flessibile. Dobbiamo comportarci come se dovessimo diventare delle superstars. La vita come il casting di uno show nella giuria siedono i Dieter Bolens e le Heidi Klums della società, i capi del personale, gli adetti specializzati, i riformatori del mondo del lavoro, e i sapienti dell´economia, i capi redattori, i rettori delle università, i giudici, e il capo della polizia. Loro decidono chi viene buttato fuori e chi può procedere. Perché ogni giorno ci mettono in testa che solo quelli che danno tutto hanno una chance, e il resto viene da sé.
La cattiva coscienza di no ver tentato di ottenere tutto sostituisce il guardiano di schiavo che e in noi. La ruota del criceto gira e noi corriamo la vita precare ci saluta.

Giovani, dinamici, flessibili e licenziati.

Precaria è come noi chiamiamo la vita caratterizzata dall´insicurezza delle possibilità materiali, anzia esistenziale e stress. Fare gli straordinari alla cassa del supermercato, le notti passate a lavorare davanti al computer, l´inconsapevolezza del punto in cui finisce il lavoro e inizia il tempo libero.
Gli stage non retribuiti, i lavori sociali pagati 1 Euro l´ora i problemi di soldi, e mille bisogni in cui ci hanno incastrato, sono parte dello stesso problema. Dove ci sono suddivisione del tempo, autorealizzazione e propria iniziativa, c´è spesso anche furi del lavoro, sfruttamento e perdita dei diritti.

Nel capitalismo lavoro e precarita coabitano, chi deve vivere della vendita della propria forza di lavoro non può vivere una vita sicura.
Ma per l´insicurezza c´erano da lungo tempo restrizioni, come minimo in Germiania e negli altri paesi più ricchi del mondo.
Di ciò si preoccupavano condizioni di lavoro strettamente regolate e istituzioni dello stato sociale, che offrivano in una certa misura un sentimento sicurezza. Ciò non è mai valso per i rifugiati e per i disoccupati e per le donne è valso solo col contagocce. Ma gli operai, gli imprenditori, gli accademici con un passaporto tedesco, per lo meno non dovevano preoccuparsi, della caduta nel baratro. Ciò è cambiato.

Prospettive precarie

La quotidiana insicurezza non è solo un sentimento personale, ma per sempre più gente è diventata una nuova normalità a cui la vita si deve orientare. E ciò non fa trottare solo gli immediatamente interessati. La cruda paura basta per spingere anche quelli che hanno un contratto sicuro a tempo indeterminato a prestazioni estra. Come spaventoso esempio valgono i disoccupati, che dopo uno o die anni di disoccupazione non possono più venire proposti dall´ufficio di collocamento alle aziende. Lo smantellamento della sicurezza sociale e la minaccia di essere in ogni tempo sostituibili acuisce la concorrenza dei singoli l´uno contro l´altro.
I disoccupati vengono aizzati contro chi un lavoro ce l´ha, i lavoratori a tempo determinato contro quelli a tempo indeterminato, rifugiati e disoccupati come capro espiatorio per il resto dei problemi, come parafulmine per lo sfogo della frustrazione della maggioranza. Per assicurarsi che i rifugiati non entrino nel paese alla ricerca di una vita migliore, l´Europa arma le sue frontiere come delle moderne fortezze. Chi riesce nonostante a oltrepassare la frontiera è lasciato senza documenti, è lasciato all´arbitrio delle aziende, oppure viene preso dalle famiglie tedesche per lavori domestici come occuparsi dei bambini affinché mamma e papà possano dedicarsi totalmente al loro lavoro.

Noi non siamo certamente dei burattini

La precarietà è ovunque e ovunque è un po’ diversa, ma una cosa è c///MAYDAY 2008///

Aufruf des Berliner Maydaybündnisses 2008:

auch in english und svenska!

be.STREIK.berlin
*Organisiert das schöne Leben!*

„Zu viel Scheiße – zu wenig Geld!
“(Frau Weber – toilet assistant, Berlinale)

Streik bei der Bahn, bei der BVG, in den Kaufhäusern… Streiks bringen den Alltagstrott durcheinander. Dieses „ich spiel euer Spiel nicht mehr mit“ finden wir klasse, genau so wie ein klares „Nein“ zur richtigen Zeit ein Befreiungsschlag vom alltäglichen Stress sein kann. Nach Jahren des Verzichts und der Abwehrkämpfe werden hier endlich mal wieder Ansprüche gestellt. In den Kämpfen taucht die alte frage auf: Wie wollen wir leben und arbeiten, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt?
Wir wollen gar nicht drüber streiten ob soundsoviel Prozent mehr Gehalt gerechtfertigt sind oder nicht. Uns ist klar, dass hier was nicht stimmt: eben zu viel Scheiße für zu wenig Geld. Zu wenig Kuchen für alle… Aber wer kann überhaupt streiken?

don‘t be berlin, be mayday
Deine Kräfte reichen gerade dazu aus, um den Balanceakt zwischen Praktikum/Ausbildung/Job/Ämterstress/Studium/Kindern und Freunden zu bewältigen. Streikgeld zahlen Dir weder Deine Kinder noch Dein Chef und schließlich brauchst Du das Geld zum Überleben. Und wenn Du doch mal ne freie Minute hast und Dich an der Spree entspannen willst, ist das ganze Ufer mit Bürogebäuden zugeschissen, Kultur passt da nur noch als kommerzielles Spektakel rein.

Überhaupt Geld und Spektakel: Seit Berlin seine öffentlichen Einrichtungen privatisiert, um Hauptstadtzauber und Bankenskandalschulden zu finanzieren, steigen die Preise für Mieten, BVG, Strom, Gas, Wasser, KiTas, Schwimmbad etc. Wie soll man dagegen streiken? Kalt duschen und Licht ausschalten? Klauen, schwarzfahren, aneignen?

„Be Berlin? Ick glaub ick spinn. Wie kann man 10 Millionen für ne Kampagne ausgeben und in den Jugendzentren pfeifts durch die nicht reparierten Fenster?“ (Henning, Imagekampagnenopfer)

Wir alle schlagen uns täglich mit solchen und ähnlichen Problemen herum. Beim Mayday wollen wir diese Alltäglichkeiten, die Konflikte darin und unsere Gemeinsamkeiten sichtbar machen. Zusammen suchen wir nach Wegen, uns gegen die allgegenwärtigen Zumutungen des Kapitalismus zu wehren. Fröhlich, bunt und voller Zorn feiern wir am 1. Mai mit Lust an der Utopie unsere täglichen Widerständigkeiten, Widersprüchlichkeiten und Wir-AGs.

„Manchmal wird mir von Freunden vorgeworfen, deine Karriere ist dir sowieso viel wichtiger als deine Beziehung oder als deine Freunde. Aber die verstehen das nicht, ich habe keine Karriere, ich hab nur Jobs, ich muss nur irgendwie an Geld rankommen und das ist für mich hart.“ (Bühnenbildnerin)

Lasst die Poesie der Straße erklingen!

Wie im Mai 1968: Damals brach sich die Begierde nach einem anderen Leben Bahn. 14 Millionen ArbeiterInnen bestreikten und besetzten in Frankreich ihre Betriebe, im Prager Frühling forderte man einen Kommunismus ohne selbsternannte Führer, ohne graue Arbeitsstätten und ohne gefühllose Bürokratien. StudentInnen gingen auf die Barrikaden. Für einen Moment schien die Utopie einer anderen Welt greifbar: Weltweit wurde der alten Schufterei und Disziplin etwas entgegen gesetzt. Die Herrschenden wurden verunsichert.

„Diese Mischung ist wirkungsvoll, denn diese Mischung knallt ganz doll“(Slime)

Autoritäre Strukturen aufbrechen, das Patriarchat untergraben, Rassismus bekämpfen, Platz für die Verwirklichung neuer Ideen schaffen, selbstbestimmt leben und arbeiten – darum geht es bis heute. Die Individualisierung der Lebenswelten, Flexibilisierung und Selbstverantwortung wurden jedoch auch die Grundlage einer neoliberalen, ellenbogenbasierten Konkurrenzgesellschaft.

Macht der Prekarisierung?

Die Verinnerlichung der Vorstellung, dass alle ihres Glückes eigener Schmied seien, ist heute darin gemündet dass wir alle Unternehmer unserer selbst sein müssen, die permanente Selbstvermarktung inklusive. Wir arbeiten jetzt immer und überall, mit Haut und Haaren!

In zahllosen Kleinbetrieben hoffen prekär Beschäftigte beim Tellerwaschen oder Grafikdesignen auf die Einlösung des Heilsversprechens der „sozialen Marktwirtschaft“: Für die einen wäre dies ein sicherer Aufenthaltsstatus, für die anderen eine Festanstellung mit Sozialversicherung. Daneben ist die Drohung mit Prekarisierung und Verarmung ein Motor zur eifrigen Unterordnung an die „Erfordernisse des Marktes“: unbezahlte Praktika, Lohnverzicht in Tarifrunden, Konkurrenz, Vereinzelung….

Auch wenn die Lebensrealitäten von Illegalisierten in der Niedriglohnbranche und der digitalen Boheme sich unterscheiden, so laufen alle dennoch in demselben Hamsterrad um Anerkennung und einem Versprechen der Selbstverwirklichung. Die Zone, in der dieses Glücksversprechen existiert, wird durch innere und äußere Zäune begrenzt.

Prekarisierung der Macht!

Mit dem Mayday sind wir auf der Suche nach Widerstandsformen, die unsere Gemeinsamkeit erlebbar machen sollen. Mit dem Mayday wollen wir eine Organisierung in Bewegung bringen um das beschissene Hamsterrad zu zertrümmern.

Heraus zum Euromayday! Komm mit uns zur Maydayparade 2008: Bewegen, tanzen, demonstrieren – für die Prekarisierung der Macht, die Lust auf Solidarität, eine Stadt für alle und den organisierten Ichstreik gegen den Markt in unseren Köpfen. Wir sind die von der Wir-AG, unsere Börse ist die Straße und der Küchentisch. Die Batterie ist geladen, der Ipod ist schrott. Who cares? Wir sehen uns! In diesem Sinne – be.STREIK.berlin- be mayday!

*Maydayparade//1. Mai ’08//14 Uhr//Boxhagener Platz//Berlin*

Hier sind die Plakate von 2008 im Überblick und der gelayoutete Aufruf. Alle Motive gab es auch ohne Schrift, damit eigene Foderungen o.ä. eingetragen werden konnte:




hiara senza i precari qui non funziona niente. Sganciati e superflui dovrebbe essere un battuta? Come può essere una persona superflua? In questa vita non diventeremo più Stars. Ciò non è neanche necessario, perché noi siamo eroi e eroine della vita precaria. Noi sappiamo come sopravivere nei tempi della precarietà e dell´Hartz IV. Noi facciamo i giocolieri con i lavori, i figli e lo studio, siamo disoccupati di più di 50anni, abbiamo finito la scuola professionale e siamo senza apprendistato che ci permetta di accedere a un posto di lavoro. Non abbiamo permesso di soggiorno sicuro e siamo sotto minaccia d´espulsione. Abbiamo più in comune di quel che ci fanno credere.

Riprenditi la vita indietro

La Mayday invita a tutti a non restare più soli a lungo ma di andare tutti insieme in strada per una vita migliore. Del lavoro si deve poter vivere, senza lavoro anche. Per contrastare la concorrenza quotidiana e l´isolamento bisogna solidarizzare e connettersi e organizzarsi. Al richiamo dell´autosfruttamento e della permanente valorizzazione, rispondiamo con la richiesta di una bella vita e di una formazione gratuita per tutti. Noi rispondiamo al nazionalismo e al razzismo con un rifiuto. Il primo maggio usciamo dall´invisibilità sociale ci scambiamo idee e alternative conto le pretese quotidiane. Ci ispiriamo dall´esempio di rifugiati che due anni fa non hanno ricevuto il loro salario per aver lavorato sul cantiere dei Passaggio dell´Municipio de Berlino. Si sono organizzati e hanno fatto pressione su il datore di lavoro e hanno ricevuto i loro soldi. Noi riportiamo il fatto di questi disoccupati che vanno in gruppo al Jobcenter, insieme riescono a rispondere alle Schikane quotidiane e non lasciare che si abusi di loro. Anche del supermercato di Amburgo parleremo, hanno dato l´esempio che si può prendere il suo pezzo di ricchezza senza stare tanto a domandare. Hanno preso i beni di un supermercato e li hanno ridistribuiti.

Solidarietà invece di precarietà

Prima in Italia e dopo in tutta Europa il movimento dei precari si è formato e ha anche raggiuto Berlino.
Prenderemo parte in modo creativo e diversificato alla creazione della manifestazione dando prova che a Berlino anche al primo maggio una nuova forma di protesta e di resistenza sono necessarie e possibili. Allora connettiamo, venite alla Parata, prendete parte, fate azioni, abbandonatevi all´immaginazione.
Venite a Lausitzerplatz il primo maggio alle 14.
Riprenditi la vita indietro, Solidarietà invece di prcarità.